Rainald van Dassel – Dasselwall in Soest

Köln, Dom, Grabmal des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel, „Mit freundlicher Genehmigung der Dombauhütte Köln“.
Köln, Dom, Grabmal des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel, „Mit freundlicher Genehmigung der Dombauhütte Köln“.

Rainald van Dassel und der Dasselwall in Soest. Eine der Soester Wallstrassen, welche um  die historische Altstadt Soest´s führen. Rainald van Dassel ist der Namensgeber dieser Strasse zwischen dem Ulricher Tor und dem Jakobitor in Soest am Kattenturm.

Rainald van Dassel war Erzbischof in Köln von 1159 bis 1167, und damit der Amtsvorgänger des Philipp von Heinsberg, der in Soest als Stifter bzw. Auftraggeber für die Soester Wälle und Neuordnung der Soester Innenstadt verantwortlich ist.

Rainald war an der Eroberung Mailands 1164 beteiligt und brachte von dort die Reliquien der heiligen drei Könige mit nach Köln, die ihm Kaiser Barbarossa überlassen hatte.
Für Köln war das ausser den religiösen Vorteilen eine Wirtschaftsförderung, die bis in die heutige Zeit nachwirkt. Der Kölner Dom mit seinem Dreikönigsschrein ist das meistbesuchte Denkmal Deutschlands, ein echtes Highlight! Wer noch nicht dort war, sollte das unbedingt nachholen.

Aber Rainald war nicht nur in Köln aktiv. Wie ja auf stadtfuehrung-soest.de schon mehrfach berichtet wurde, stand Soest unter dem Einfluß der Herrschaft des Kölner Erzbischofs, in diesem Fall also Rainald van Dassel. Er kümmerte sich um seine westfälische Stadt, indem er das Walpurgisstift gründete. Andere Quellen berichten, das dieses Stift schon bestanden hätte, und Rainald „nur“ eine Pachturkunde unterzeichnet hätte. Wie dem auch sei, das Walpurgisstift wurde wahrscheinllich 1164 gegründet und lag vor den Mauern der Stadt Soest. Innerhalb der Stadtbefestigung lag es dann  erst, nachdem um 1180 die neue Stadtbefestigung mit den heutigen Wällen errichtet wurde.

Mehr zum Walpurgisstift hier>>

Rainald van Dassel belagerte nach einem Kriegszug die alte Stadt Rom und starb am 14. August 1164 in Rom. Sein Leichnam wurde „more teutonico“, auf deutsche Art also, nach Köln verbracht.

More Teutonico beschriebt Wikipedia so:
„Die Deutschen entnehmen die Eingeweide aus den Leichnamen hochgestellter Männer, wenn diese in fremden Ländern sterben, und lassen das Übrige so lange in Kesseln abkochen, bis alles Fleisch, die Sehnen und die Knorpel von den Knochen getrennt sind; diese Knochen, gewaschen in wohlriechendem Wein und bestreut mit Spezereien, bringen sie dann anschließend in ihre Heimat fort.“

So behandelt wurde Rainald van Dassel nach Köln gebracht und im alten Dom beigesetzt. Also im Vorgängerbau der Kathedrale, die jetzt so sehenswert ist.
Das Grabmal von Rainald van Dassel steht im heutigen Kölner Dom in der sogenannten Marienkapelle.

Der Dasselwall in Soest erinnert an den ehemaligen Stadtherren Rainald van Dassel.

Ich möchte mich ausdrücklich bei der Dombauhütte des Kölner Doms bedanken, weche die Freigabe für mein Foto des Grabmals des Rainald van Dassel genehmigte.

Köln, Dom, Grabmal des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel, „Mit freundlicher Genehmigung der Dombauhütte Köln“.
Köln, Dom, Grabmal des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel, „Mit freundlicher Genehmigung der
Dombauhütte Köln“.

 

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