Soester Geschichte kompakt

Der Turm (Westwerk) des Patrokli Dom in Soest © Werner Tigges
Geschichte pur! Grundsteinlegung war im Jahre 1954, und er steht immer noch. Der Turm (Westwerk) des Patrokli Dom in Soest © Werner Tigges

Im Bereich der heutigen Universität war ein großer fränkischer Friedhof. Bei Ausgrabungen wurde die Runenfibel gefunden, die heute im Burghofmuseum ausgestellt ist.

ca. 780

Bau der „alden Kerke“. Die erste Petrikirche entsteht als Vorgängerbau der heutigen Petrikirche.

836

Erste urkundliche Erwähnung Soest´s als „Villa Sosat“.

ca. 954

Grundsteinlegung für den Patrokli – Dom in Soest.

964

kommen die Reliquien des hl. Patroklus aus dem französichen Troyes nach Soest.

973

Ein arabischer Gesandter berichtet aus Soest als befestigte Stadt mit Salzgewinnung.

1000

Bau der ersten Pfalz bei der Petrikirche als befestigter Wohnturm für die Kölner Erzbischöfe.

um 1100-1150

Entwicklung des Soester Stadtrechtes und „Export“ dieses Rechtes nach Lübeck.

1159

Ältester bekannter Abdruck des Soester Stadtsiegels.

bis 1180

Unter dem Einfluss des Kölner Erzbischofs erweitert Soest seine Stadtfläche erheblich auf 102 Hektar. Es wird eine Stadtmauer gebaut (der heutige „Wall“), die eine Länge von 3,8 km hat und 10 Stadttore aufweist. Soest wird Haupstadt des Herzogtums Westfalen. Neben dem Bau der Stadtmauer gab es zur gleichen Zeit noch zahlreiche Großbaustellen wie z.B. Bau der Kirchen Marie zur Höhe (Hohnekirche), Alt St.-Thomä und St. Nikolai.

um 1200

Der Patrokliturm wird als städtischer „Belfried“ fertiggestellt. Es war zu dieser Zeit noch kein Kirchturm.

1233

Das Dominikaner- und das Franziskanerkloster sind im Bau. www.tchibo.de

1253

Soest in der Hanse.

um 1300

Soest beginnt damit, die Börde zu und damit 49 Dörfer zu erwerben. Baubeginn der Minoritenkirche und der Paulikirche.

1313

Baubeginn der Kirche St. Maria zur Wiese (Wiesenkirche). Damit beginnt der Bau der letzten großen Kirchen des Mittelalters in Soest.

1338

Erste urkundliche Erwähnung der Allerheiligenkirmes!

1444

Soest sagt sich vom Kölner Erzbischof los und verbündet sich mit dem Herzog von Kleve. Damit beginnt ein 5-jähriger Krieg, der als „Soester Fehde“ bekannt wird.

1449

Soest siegt in der Soester Fehde. Danach beginnt Soest langsam, an Bedeutung zu verlieren.

1526

Das Osthofentor entsteht als letztes Soester Stadttor und ist als einziges noch heute erhalten.

1531

Die Reformation kommt nach Soest, 6 Kirchen werden evangelisch.

1608

Vorerst letzte Teilnahme Soests am Hansetag.

1636

Soest wird im 30-jährigen Krieg stark zerstört.

1669

Soest kommt zu Brandenburg und damit später zu Preußen.

1713

Neubau des Soester Rathauses.

1752

Der Perußenkönig unterwirft Soest dem preußischen Recht und hebt das Soester Stadtrecht auf.

1756

Soest ist auf dem Tiefpunkt. Der siebenjährige Krieg ist die Ursache.

1800

Beginn des Abrisses mehrerer Kirchen und Stadttore.

1834

Abgabe der ältesten Soester Kunstwerke nach Berlin und Münster.

1850

Baubeginn der Eisenbahn.

1882

Die 1313 begonnene Wiesenkirche wird durch die Vollendung der beiden Türme fertiggestellt.

1940

Soest erleidet als erste deutsche Stadt einen Brandbombenangriff.

1944/1945

Zwei drittel der Stadt Soest werden durch mehr als 30 Luftangriffe zerstört.

1969

Soest wächst durch die Eingemeindung von 18 Bördedörfern.

1972

Soest erhält zwei Autobahnanschlüsse an der neuen A 44, nämlich Soest-Ost und Soest-Möhnesee.

1973

Die Brüderstrasse wird Fußgängerzone.

1975

Soest bleibt Kreisstadt und erhält vor Lippstadt den Vorzug bei der kommunalen Neuordnung des Kreises Soest.

ab 1990

Nach der deutschen Wiedervereinigung verlassen auch in den folgenden Jahren britische und belgische Truppen die Stadt Soest.

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