Der Petrikirchplatz in Soest als Friedhof. So war das im alten Soest, Bestattungen sollten möglichst nah an einer Kirche stattfinden. Und so wurde auf dem Petrikirchplatz, direkt neben der „Alden Kerke“ ein Friedhof angelegt.
Bei Grabungen wurde der Friedhof nachgewiesen
Vor einigen Jahren wurde der nördliche Petrikirchplatz vollständig saniert. Heruntergekommen als ungepflegter Parkplatz wurde er saniert, herausgekommen ist einer der schönsten Plätze in Soest. Dort stehend, hat man einen beeindruckenden Blick auf die Petrikirche und den Turm mit Westwerk des Patrokli-Dom´s.
Und vielen ist vielleicht nicht klar, das sie auf einem ehemaligen Friedhof stehen. So ist das Ergebnis archäologischer Grabungen vor der Sanierung des Platzes.
Fussweg von der Mariengasse zur Kirche
So hat man einen Weg gefunden, der von der heutigen Mariengasse direkt zur Kirche führte. Ein altes Gräberverzeichnis berichtet uns, daß an dessen Beginn im Boden ein „Roster“ eingebaut war. Der sollte den Friedhof vor streunenden Schweinen schützen.
Bestattungen wahrscheinlich seit dem 12. Jahrhundert
Im 11./12. Jahrhundert hat sich das Marktgeschehen in Richtung des heutigen Marktplatzes verschoben. Wahrscheinlich hat man danach den nördlichen Petrikirchplatz als Friedhof genutzt.
Meine Fotomontage oben in diesem Beitrag zeigt, wie der Friedhof vor der Petrikirche ausgesehen haben könnte. Die alten Grabsteine in der Fotomontage wurden auf dem jüdischen Friedhof in Soest fotografiert.
Vor Ort erleben: Den Petrikirchplatz und die Spuren des alten Friedhofs zeige ich Ihnen gern bei meiner Stadtführung – direkt vor der Petrikirche.



