Soester Grünsandstein

Rund um das Soester Rathaus

Dom, Petrikirche und Rathaus in Soest
Dom, Petrikirche und Rathaus in Soest

Das Soester Rathaus von 1713 ist in seinem barocken Baustil so ziemlich das genaue Gegenteil der „grünen Nachbarn“ St. Patrokli und St. Petri, die vollständig aus Soester Grünsandstein gebaut sind.
Nochmal sei darauf hingewiesen, dass niemand in Soest auf die Idee kommen würde, diese beiden Kirchen so zu nennen.
Dom und Petrikirche sind das, und dabei wollen wir bleiben.

Westwerk des Patrokli-Dom in Soest mit Petrikirche in Grünsandstein
Westwerk des Patrokli-Dom in Soest mit Petrikirche in Grünsandstein

Der Dom mit seinem gewaltigen Westwerk und dem Turm Westfalens wie er auch genannt wird, hatte seine Grundsteinlegung im 10. Jahrhundert und ist damit schon mehr als 1000 Jahre alt. Und gegenüber steht die Petrikirche, deren Vorgängerbau schon aus dem 9. Jahrhundert stammt.

Das Rathaus selbst wurde nicht lange nach dem dreißigjährigen Krieg gebaut. Im Jahr 1713 war die Stadt wieder etwas erholt von dem großen Gemetzel des 30-jährigen Krieges. Der hatte mit seinen jahrzehntelangen Feuersbrünsten, Plünderungen, Misshandlungen, Hunger und Seuchen die Stadt an den Abgrund gebracht. Soest hatte sich wieder etwas erholt und baute ein neues, modernes Rathaus. Finanziert durch Soester Kaufleute und Handwerker.

Das Rathaus in Soest mit der Westfassade
Das Soester Rathaus von 1713

Zu der Zeit stand die Petrikirche gegenüber schon mehr als 900 Jahre, zumindest der Vorgängerbau des heutigen Bauwerks. Die Petrikirche ist in Soester Grünsandstein errichtet worden, so wie eigentlich alle historischen Bauwerke in Soest inklusive der Stadtumwallung von 1180. Mehr zum Soester Wall>>

Grünsandstein und Soest – diese beiden gehören zusammen. Der Stein lässt sich relativ leicht bearbeiten, ist aber allerdings sehr witterungsempfindlich. Eindringendes Wasser und Frost im Winter sowie chemische Reaktionen des Steins mit Feuchtigkeit nagen an den Fassaden aus Grünsandstein.
Wegen der Nähe seiner Steinbrüche wurde der Grünsandstein bevorzugt für Soester Bauwerke in der Innenstadt benutzt. Alle alten Sakralbauwerke und viele bei Gassenführungen immer wieder bestaunten Gartenbegrenzungen sind aus diesem „Soester“ Stein gebaut. Das mächtigste Grünsandsteingebäude in Soest ist der Patrokli-Dom. Dessen Grundsteinlegung und die Überführung von dort heute noch vorhandenen Reliquien waren zu seiner Zeit weit beachtete Ereignisse, über die Grenzen Westfalen hinaus.

Historisches Soest  aus den 1950 er Jahren
Soest in den 1950 er Jahren Autoverkehr vor dem Rathaus. Heute ist dort die Fußgängerzone.

Heute sind die drei Soester Hotspots eigentlich zu einer Einheit zusammengewachsen. Dom und Petrikirche sind nur noch durch die Rathausstrasse getrennt und die beiden grünen Fassaden leuchten bei einem schönen Sonnenuntergang mit dem Rot der Rathausfassade um die Wette. 

Und spätestens dann leuchten die Augen der Soester damit um die Wette. Hört sich gerade vielleicht etwas kitschig an, ist aber so.

Petrikirchturm Soest in der Abendsonne
Der barocke Petri-Kirchturm in der Abendsonne

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